Grundlagen

Webseitenbesucher — woher sie kommen und was sie zählen.

Vier Wege Aufruf, Sitzung, Nutzer ehrlich gerechnet
Vier Wege zu Webseitenbesuchern: Suchmaschine, Direktaufruf, Empfehlung und Werbung
Vier Wege Suche, Direktaufruf, Empfehlung, Werbung — nur einer davon ist planbar.

„Ich brauche mehr Besucher für meine Webseite“ ist ein Satz, den fast jeder unterschreiben würde. Schwieriger wird es bei der nächsten Frage: Welche Besucher eigentlich, und woher? Denn Webseitenbesucher sind keine einheitliche Größe. Sie unterscheiden sich darin, wie sie auf deine Seite gelangt sind — und genau das entscheidet, was du von ihnen erwarten kannst.

Erst einmal: Was wird da eigentlich gezählt?

Wer Zahlen zu Webseitenbesuchern vergleicht, stößt schnell auf drei Begriffe, die gern durcheinandergehen. Die drei bedeuten nicht dasselbe. Welchen davon ein Statistik-Werkzeug anzeigt, entscheidet darüber, wie hoch die Zahl am Ende ausfällt.

Aufruf

Eine einzelne geöffnete Seite. Wer sich drei Unterseiten ansieht, erzeugt drei Aufrufe — ist aber nur eine Person.

Sitzung

Ein zusammenhängender Besuch. Alle Aufrufe innerhalb einer gewissen Zeitspanne zählen als eine Sitzung. Kommt dieselbe Person am nächsten Tag wieder, ist das eine zweite.

Nutzer

Die Person dahinter, erkannt über ein Merkmal im Browser. Zwei Sitzungen derselben Person ergeben einen Nutzer — solange er denselben Browser verwendet und nichts gelöscht hat.

Wenn du also irgendwo liest, eine Seite habe „10.000 Besucher im Monat“, lohnt die Nachfrage, welche der drei Zahlen gemeint ist. Zwischen Aufrufen und Nutzern liegt bei derselben Seite oft der Faktor zwei bis drei.

Die vier Wege auf eine Webseite

Praktisch jeder Besucher kommt über einen dieser vier Wege — und der Weg prägt seine Erwartung.

1. Suchmaschinen

Jemand sucht etwas und findet dich. Der wertvollste Weg, weil die Absicht schon da ist. Auch der langsamste: Bis eine neue Seite bei umkämpften Begriffen vorn steht, vergehen Monate bis Jahre.

2. Direkte Aufrufe

Die Adresse wird eingetippt oder aus den Lesezeichen geholt. Setzt voraus, dass man dich schon kennt — wer gerade erst anfängt, hat diesen Weg praktisch nicht.

3. Empfehlungen

Ein Verweis von einer anderen Seite, aus einem Forum, aus sozialen Netzwerken. Wirkt oft gut, lässt sich aber schlecht planen: Du entscheidest nicht, wer dich verlinkt.

4. Werbung

Der einzige Weg, den du selbst in der Hand hast. Du bestimmst, wann Besucher kommen und wie viele. Dafür bringen sie keine Vorgeschichte mit — sie haben dich nicht gesucht, sondern werden auf dich aufmerksam gemacht.

Was gebuchte Besucher leisten — und was nicht

Wer Webseitenbesucher kauft, kauft Aufrufe. Das ist keine Einschränkung im Kleingedruckten, sondern der Kern der Sache: Ein Werbenetzwerk kann Menschen auf deine Seite leiten. Was dort passiert, entscheidet deine Seite.

Daraus folgt etwas Praktisches: Bevor sich gebuchter Traffic lohnt, sollte die Seite bereit sein. Sie sollte zügig laden, auf dem Handy sauber aussehen und in den ersten Sekunden erkennen lassen, worum es geht. Ein Besucher, der ohne Vorgeschichte ankommt, gibt dir genau diese Sekunden.

Werbung und Suchmaschinen arbeiten unterschiedlich schnell, und genau darin liegt ihr Zusammenspiel: Bis eine Seite bei Google vorn steht, vergehen Monate — gebuchte Besucher sind sofort da. Am besten läuft beides nebeneinander, damit dich in der Zwischenzeit überhaupt jemand sieht. Und Werbung wirkt bei Wiederholung stärker als beim einmaligen Versuch: Wer regelmäßig sichtbar ist, bleibt eher im Gedächtnis als jemand, der einmal auftaucht und wieder verschwindet.

Kurz zusammengefasst

  • „Besucher“ kann Aufruf, Sitzung oder Nutzer meinen — drei verschiedene Zahlen
  • Vier Wege führen auf eine Seite; nur einer davon ist planbar
  • Gebuchte Besucher bringen keine Vorgeschichte mit — die ersten Sekunden entscheiden
  • Die Seite sollte fertig sein, bevor Traffic darauf gelenkt wird

Häufig gefragt

Fragen zu Webseitenbesuchern

Was genau ist ein Webseitenbesucher?
Jemand, der deine Seite aufruft. Ob er eine Sekunde bleibt oder zehn Minuten, ob er wiederkommt oder nicht — für die Zählung ist zunächst nur der Aufruf entscheidend. Was daraus wird, hängt an dem, was er vorfindet.
Wie viele Besucher braucht eine Webseite?
Das lässt sich nicht in einer Zahl sagen, weil es vom Ziel abhängt. Ein Blog, der Bekanntheit aufbaut, braucht andere Größenordnungen als ein Shop mit zehn Bestellungen im Monat. Sinnvoller als eine Zielzahl ist die Frage, wie sich die Zahl über die Zeit entwickelt.
Sind gebuchte Besucher dasselbe wie Besucher aus Google?
Nein, und das ist wichtig. Wer bei Google nach etwas sucht, hat bereits eine Absicht. Wer über ein Werbenetzwerk kommt, hat deine Seite vorher nicht gesucht — er wird auf sie aufmerksam. Beide sind echte Besucher, aber sie kommen mit unterschiedlicher Erwartung.
Warum zeigt mein Statistik-Werkzeug weniger an?
Weil an unterschiedlichen Stellen gezählt wird. Einwilligungsbanner, Werbeblocker und Abbrüche vor dem Laden sorgen dafür, dass ein Teil der Aufrufe im Browser nie gemessen wird — stattgefunden haben sie trotzdem.
Kann ich Webseitenbesucher einfach kaufen?
Aufrufe ja — Kunden nein. Ein Werbenetzwerk kann Menschen auf deine Seite leiten. Ob sie bleiben, sich umsehen oder etwas anfragen, entscheidet dein Angebot. Wer etwas anderes verspricht, sollte misstrauisch machen.

Weiterlesen

Passende Fragen dazu

Seite steht, Besucher fehlen?

Dann ist das der Punkt, an dem sich gebuchter Traffic lohnt: Du legst die Menge fest, wählst die Reloadsperre und trägst deine Adresse ein. Werbung buchen geht hier ohne Konto und ohne Mindestlaufzeit.