Technik

Wenn Sicherheitsregeln die eigene Werbung blockieren.

Content-Security-Policy X-Frame-Options Betrifft fast alle Formen
Technische Voraussetzungen fuer die Auslieferung
Voraussetzungen Zwei Kopfzeilen, die eine Kampagne unsichtbar machen können.

Es gibt einen ärgerlichen Fall: Die Kampagne läuft, die Statistik zählt, aber auf deiner Seite ist nichts zu sehen. Meist stecken dann zwei Sicherheits-Kopfzeilen dahinter, die dein Server mitschickt — oft ohne dass du sie selbst gesetzt hast. Sie sind sinnvoll und sollen dich schützen. Sie unterscheiden nur nicht zwischen einem fremden Angriff und deiner eigenen, bezahlten Werbung.

Die beiden Verdächtigen

X-Frame-Options

Diese Kopfzeile bestimmt, ob deine Seite in einem Rahmen (iframe) dargestellt werden darf. Steht dort DENY oder SAMEORIGIN, verweigert der Browser jede Einbettung. Gedacht ist das gegen Clickjacking — es trifft aber auch Werbeformen, die mit eingebetteten Inhalten arbeiten.

Content-Security-Policy

Die CSP ist die modernere und deutlich feinere Variante. Sie legt fest, aus welchen Quellen Skripte, Bilder, Stile und Rahmen geladen werden dürfen. Zwei Angaben sind hier wichtig: frame-ancestors regelt, wer deine Seite einbetten darf, frame-src regelt, was deine Seite einbetten darf. Ist eine davon zu eng gefasst, bleibt die Einblendung leer.

So findest du es heraus

Ruf deine Seite im Browser auf und öffne die Entwicklerwerkzeuge mit F12. Im Reiter „Konsole“ stehen die Meldungen im Klartext:

Typische Meldungen in der Konsole
Refused to frame 'https://...' because an ancestor violates
the following Content Security Policy directive: "frame-ancestors"

Refused to display 'https://...' in a frame because it set
'X-Frame-Options' to 'deny'

Steht dort so etwas, ist die Ursache gefunden. Bleibt die Konsole still, liegt es woanders — dann schreib uns mit deinem Bestellcode.

Was zu tun ist

Nichts abschalten. Die Regeln haben ihren Sinn, und eine Seite ohne sie ist schlechter dran als vorher. Nötig ist nur eine Ergänzung an genau der Stelle, die blockiert — also die Auslieferungsadresse in frame-ancestors beziehungsweise frame-src aufnehmen, statt die ganze Kopfzeile zu entfernen. Welche Adresse das genau ist, sagen wir dir; sie hängt an der gebuchten Werbeform.

Wer deine Seite betreut oder dein Hoster erledigt das in wenigen Minuten. Sicherheits-Plugins in gängigen Redaktionssystemen haben dafür meist ein eigenes Eingabefeld.

Kurz zusammengefasst

  • Betrifft alles außer Popup und BannerViews
  • Erkennbar in der Browser-Konsole (F12)
  • Auch aktiv, wenn Hoster oder Plugin sie selbst setzen
  • Ergänzen statt abschalten — die Sicherheit bleibt erhalten

Häufig gefragt

Fragen zu den Sicherheitsregeln

Woran erkenne ich, dass es daran liegt?
Ruf deine Seite im Browser auf, öffne die Entwicklerwerkzeuge (F12) und sieh in die Konsole. Meldungen mit "Refused to frame" oder "Content Security Policy" sind eindeutig.
Muss ich meine Sicherheitseinstellungen abschalten?
Nein — und das solltest du auch nicht. Es genügt, die betroffene Regel so zu ergänzen, dass die Auslieferung erlaubt ist. Alles andere bleibt, wie es ist.
Betrifft das alle Werbeformen?
Fast alle. Betroffen sind Seitenbesucher, BannerKlicks, Layer, PageLayer und E-Mail-Werbung — bei ihnen wird deine Seite in einem Rahmen angezeigt. Ausgenommen sind nur Popup und BannerViews: Dort wird deine Seite bei einem Klick in einem normalen Browserfenster geöffnet, statt in einem Rahmen auf einer fremden Seite zu stecken.
Ich habe gar keine CSP gesetzt — kann sie trotzdem aktiv sein?
Ja. Manche Hoster, Sicherheits-Plugins oder Firewalls setzen solche Kopfzeilen von sich aus. Deshalb lohnt der Blick in die Konsole, auch wenn du selbst nichts eingetragen hast.
Wer hilft mir dabei?
Frag deinen Hoster oder wer deine Seite betreut — für beide ist das eine Routineänderung. Wenn du unsicher bist, schreib uns mit deinem Bestellcode, wir sehen es uns an.

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Unsicher, ob deine Seite mitspielt?

Die meisten Seiten laufen ohne Anpassung. Weil aber fast jede Werbeform deine Seite in einem Rahmen anzeigt, lohnt der Blick in die Kopfzeilen — wir schauen auf Wunsch vorher für dich nach.